wenigerpunkt treckertour in den herbst 2026 hinein… woche fünf

jetzt steh und lebe ich hier schon volle vier tage mitten im ort und es stört offenbar niemanden. ganz im gegenteil.  natürlich fahren autos langsamer zum genauen hinschaun, manche auch zweidreimal um den kreisel. und es gab geschenke…!

ja, saarwein, den gibts wirklich und derda soll sogar gut sein. werd ihn mal mit den prowalleuten öffnen. und udo aus einem nachbarort hatte seine kupplung kaputt direkt vor meiner wagennase und wir verbrachten eine zeit im gespräch und bei einem guten wenigerpunktkaffee. und als dankeschön kriege ich zwei tage drauf diesen wunderbaren handverzierten stab 70er jahre style, mit dem ich, wie christiane klug bemerkt, sicher auch äpfel ernten (so ein tuch hineingespannt wird) und fische spiessen kann (so die flüsse weiter wasser führen, der rheinpegel köln morgen für 36cm prognostiziert). und spaziern lässt sichs sicher auch trefflich frohgemut. liebendank!

aber arbeit gabs natürlich auch, so wars ja abgemacht. mein horizont für die heimkehr (seufz) ist ja der 15.oktober, wenn das wetter hält und das gespann natürlich (der neue bolzen hat schon einigen wirklich deftigen stössen widerstanden). es reizt mich durchaus, noch in einigen städten am und in der nähe des rheinflüsschens zu stehen aber wie es aussieht, werd ich hier wohl die volle woche bleiben. für dienstag, mittwoch und donnerstag ist hilfe beim ausmisten in eddas ziegenstall abgemacht.

der glücklicherweise rechtzeitig vom schrauber zurückkam. kurz hatten wir gedacht, meinen treuen deutz vor den grabbler zu spannen… aber das wär dann doch daran gescheitert, dass wir vor einer zeit das antriebszahnrad aus der hydrauikpumpe rausgenommen haben um die anlage still zu stellen… und ohne hydraulik lässt sich halt so eine maschine nicht anheben oder  absenken. schurrte also am boden lang.

und sogar für die zerstreuung war, neben den immer durchaus kurzweiligen runden am mittagstisch, durchaus gesorgt. in der turnhalle der grossen waldorfschule am ort gab die ich glaube 13. klasse „der nackte wahnsinn“, eine 2 stundenlange komödie mit viel verwechslung, türenknallen. viel klamauk halt, nicht mein ding. krieg ich pickel von. jedenfalls nach zwei stunden. trotzdem wars ne nette stimmung und einige der jungen leut haben wacker fein gespielt.

und es gab das duo jeanine vahldiek und mann ben, ein charmantes duo mit harfe, hawaigitarre und schlagwerk, das gute laune verbreiteten wollte… was sehr gelang. ihre muziek erinnerte mich in vielem an MackeFisch, nur dass da klavier ist und dass das schlagwerk damensache. leider nur 18 zuschauer, vor allem zuschauerinnen. 3 männer nur. hier bei prowal ist viel frau.

und geriet irgendwie per velo nach nohfelden, den hauptort, nichtwissend, dass es dort eine burg gibt. auch wenn solche besteigungen allein oft seltsam sind machte ich mich auf den anstieg und bald doch kam mir der wächter entgegen, der burgwächter, schlüsselklappernd. er müsse schliessen. ich sagte aber da unten steht 20 uhr, ja, aber er müsse nun doch auch mal wohin. wohin genau und warum sagte er nicht aber wochenends kann mann sich das schon denken. und schob nach, dass nächste woche die öffnungszeiten ja sowieso um 17 uhr endeten. tröstete mich nicht, aber streiten wollte ich auch nicht. zumal wie gesagt solche besteigungen, allein,  gern seltsam sind. und wünschte schönen abend.

mnmmnmnmn